Nnedi Okorafor – Tod der Autorin, Birgit Rabisch – Tod der Autorin, oder: Tod des Titelschutzes? – Teil 3

Nnedi Okorafor hat einen Roman mit dem Titel Death of the Author geschrieben, der am 2. Januar 2026 im Ullstein Verlag unter dem Titel Tod der Autorin erschienen ist.

Tod der Autorin ist allerdings der Titel des ein Jahr zuvor bei duotincta erschienen Romans von Birgit Rabisch. Ein Roman, der eine Schlüsselstellung in ihrem Werk einnimmt.

Birgit Rabisch hatte uns darauf aufmerksam gemacht und aus unserer Sicht liegt hier eine Verletzung des Titelschutzes vor. Also haben wir den Kontakt zu Ullstein gesucht, wie wir in den vorhergehenden Teilen 1 und 2 zum Thema geschrieben haben.
Die Gespräche mit Ullstein verliefen kollegial und konstruktiv. Unsere Ausgangsfrage „Was ist denn da passiert?“ wird im Detail wohl nie beantwortet werden (können), aber wir freuen uns sehr darüber, dass Birgit Rabisch ein Entschuldigungsschreiben samt Bücherpaket von einer Mitarbeiterin des Ullstein Verlags, als diese in Hamburg war, überreicht bekommen hat und der Ullstein Verlag darüber hinaus im Börsenverein des deutschen Buchhandels eine Anzeige geschaltet hat, um den Handel über die Titelgleichheit zu informieren. Das war in etwa, womit wir ins Gespräch gegangen sind, denn es war klar, dass keiner der beiden Verlage einfach die Bücher einstampfen kann oder möchte oder auch sollte, schon aus Gründen der Nachhaltigkeit, und dass auch das Internet nicht umgeschrieben werden kann – zumindest nicht von den hier Beteiligten. Schon in der Vergangenheit kam es in solchen Fällen dazu, dass die gleichlautenden Titel nach Information des Handels koexistierten.

Die Verwechslungsgefahr ist nicht aus der Welt, aber es war gut, dass wir uns an Ullstein gewandt haben. Denn was schlussendlich auch dazu geführt hat, dass der Titelschutz übergangen wurde, die Reaktion war freundlich und entsprach den brancheninternen Regeln, weshalb wir uns an dieser Stelle bei Ullstein bedanken möchten.

 

 

Anzeige mit der Bitte um Beachtung der Titelgleichheit im Börsenblatt des deutschen Buchhandels, 19. Februar 2026

 

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert